Nach 33 Jahren neue Wege

Nach 33 Jahren wurde Ulrich Beerwerth im Garten des Clemens-Wallrath-Hauses in den Ruhestand verabschiedet: Bernhard Sandbothe (Leiter Stationäre Außerklinische Pflege), Stephan Dransfeld (Verbundgeschäftsführer), Ulrich Beerwerth (Leiter Hausgemeinschaften), Elke Lütteken (Alexianer Ambulant) sowie Christian Bake (Kaufmännischer Direktor), v.l.n.r.

, Alexianer Münster GmbH

Eigentlich hätte Ulrich Beerwerth auf eine große Verabschiedung gerne verzichtet. Doch obwohl er sich keine Abschiedsfeier gewünscht hatte, kamen Mitte Juli zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleiter und die Geschäftsführung im Garten des Clemens-Wallrath-Hauses zusammen, um gemeinsam auf 33 Jahre Engagement zurückzublicken und persönlich Danke zu sagen.

„Er ist eher der leise Typ und er wollte auch nie im Mittelpunkt stehen. Daher war diese Abschiedsfeier auch nicht seine Idee“, sagte Stephan Dransfeld, Verbundgeschäftsführer der Alexianer AEP Westfalen. Umso wichtiger sei es gewesen, einen Menschen zu würdigen, der die Entwicklung der Altenhilfe über Jahrzehnte entscheidend geprägt habe. „Du kannst wirklich stolz auf deine Arbeit sein. Mit der Villa Hittorfstraße habt ihr bundesweit Maßstäbe gesetzt, hier wurde echte Pionierarbeit geleistet. Dafür danke ich dir herzlich. Vor allem danke ich dir für die menschliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Beerwerths Name ist eng mit einem Meilenstein der Demenzversorgung verbunden. Bereits 1996 brachte er die Idee ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz nach Münster und setzte damit weit über die Region hinaus wichtige Impulse. Was mit der Villa Hittorfstraße als bundesweites Modellprojekt begann, entwickelte sich zu einem zukunftsweisenden Wohnkonzept. Zahlreiche weitere Wohngemeinschaften folgten und stehen bis heute für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Demenz.

Mit seinem Engagement prägte Ulrich Beerwerth die Altenhilfe der Alexianer über Jahrzehnte. Dabei war er weit mehr als Ideengeber und Projektentwickler. Kolleginnen und Kollegen schätzten ihn als verlässlichen Ansprechpartner mit großem Fachwissen, einem offenen Ohr und einem konsequenten Blick auf den Menschen.

Ulrich Beerwerth bedankte sich bei allen Gästen für die langjährige Begleitung. Einen besonderen Dank richtete er an Stephan Dransfeld. „Er hat mich einfach machen lassen und das hat mir in die Karten gespielt.“ Den Erfolg seiner Arbeit sah Beerwerth jedoch nie als alleinigen Verdienst. „Wir sind alle gemeinsam die Wege gegangen. Es war eine Aufbruchzeit und funktioniert hat es, weil die Kolleginnen und Kollegen das Konzept gelebt haben.“