Kunsthaus Kannen verleiht erstmals Kunstpreis

Auf dem Foto ist ein großer Raum mit Bildern an den Wänden zu sehen
Erstmals wird im Kunsthaus Kannen der Kunstpreis verliehen.

, Kunst und Kultur Kunsthaus Kannen, Münster

Erstmals werden im Kunsthaus Kannen der Alexianer herausragende Werke von Kunstschaffenden mit Behinderung mit dem „Kunsthaus Kannen Preis“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 13. September, um 14 Uhr im Kunsthaus Kannen, Alexianerweg 9, statt. Eine sechsköpfige Jury aus Kunstkennerinnen und Kunstkennern hat die eingereichten Arbeiten nach Kriterien wie Originalität, Einzigartigkeit, Bildwirkung und handwerklicher Qualität bewertet. Den ersten Preis erhalten die Gewinnerinnen oder Gewinner neben einem Gutschein für Kunstbedarf im Wert von 300 Euro auch mit der Möglichkeit zu einer Einzelausstellung im Foyer des Kunsthauses. Der zweite Preis ist mit 200 Euro, der dritte mit 100 Euro dotiert. Auch das Publikum hat einen Favoriten gekürt: Während der gesamten Ausstellungsdauer konnten Besucherinnen und Besucher für ihr persönliches Lieblingswerk abstimmen. Mehr als 400 Stimmen wurden abgegeben. Der Publikumspreis ist mit einem Gutschein für Kunstbedarf im Wert von 100 Euro verbunden.

Die Preisverleihung bildet den Höhepunkt der Ausstellung „AUSGEZEICHNET! – Kunsthaus Kannen Preis 2026“, die noch bis zum 20. September insgesamt 96 Werke präsentiert. Viele der beteiligten Kunstschaffenden stellen erstmals im Kunsthaus Kannen aus. Die Ausstellung vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie und plastische Arbeiten und vermittelt einen umfassenden Einblick in das aktuelle künstlerische Schaffen von Menschen mit Behinderungen.

Zu den vertretenen Künstlerinnen und Künstlern gehört Stefan Tiersch, der mit dünnen Linien dichte, fantasievolle Strukturen schafft, in denen märchenhafte Pflanzen, Tiere und Fabelwesen zu entdecken sind. Zoe-Aliha Tosun beeindruckt mit einem ungewöhnlichen Figurenprogramm und surrealen Elementen. Caroline Rott, genannt Caro, verbindet kleinteilige Karos und große Farbflächen und setzt häufig Frauen in den Mittelpunkt ihrer farbenfrohen Bildwelten. Markus Meurer entführt mit seinen Drahtfiguren in eine teils düstere Welt geisterhafter Motorradfahrer und skurriler Insekten.

Zur Begrüßung bei der Preisverleihung spricht Claudia Bergmann, Direktorin der Eingliederungshilfe. Anschließend führt Dr. Katja Watermann, Leiterin des Kunsthauses Kannen, in die Ausstellung ein und verkündet gemeinsam mit ihrem Team die Gewinnerinnen und Gewinner des erstmals vergebenen Kunstpreises. Die Jury besteht aus der münsterischen Künstlerin Simone Jänke, Barbara Kiolbassa, Leiterin der Kunstvermittlung der Skulptur Projekte Münster 2027, den Künstlern Karsten Kirschke und Ekkehard Neumann, Dr. Martina Padberg, Direktorin des Kunstmuseums Ahlen, sowie der münsterischen Künstlerin und Kinderbuchillustratorin Antje Vogel.

Der Eintritt zur Ausstellung und zur Preisverleihung ist frei. Das Kunsthaus Kannen ist barrierefrei zugänglich.