Das Labor wirkt meist im Hintergrund, ist jedoch für die moderne Medizin unverzichtbar. „Es ist das Herzstück eines Krankenhauses. Die Laborergebnisse bilden die entscheidende Grundlage für viele klinische Entscheidungsprozesse und geben den Ärztinnen und Ärzten wichtige Hinweise, in welche Richtung die Therapie gelenkt werden muss“, betonte Sanja Popić, Regionalgeschäftsführerin des Alexianer Klinikum Hochsauerland, während der Eröffnung.
Im Zuge der Modernisierung wurden die Teams der klassischen Labore der Standorte Hüsten und Meschede am Zentrallaborstandort in Arnsberg-Hüsten zusammengeführt. Dieser war bereits 2013 aus der Zentralisierung der drei Labore der Arnsberger Krankenhäuser hervorgegangen. Durch Bündelung der Expertise in einem hochmodernen Zentrallabor können Synergien optimal genutzt und die Qualität der diagnostischen Leistungen weiter gesteigert werden.
Die chefärztliche Leitung des Labors liegt in den Händen von Dr. med. Mohammad-Amen Wattad, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin. „Rund 80 Prozent aller medizinischen Diagnosen stützen sich auf Laborbefunde. Daher müssen wir in der Labormedizin nicht nur gut, sondern sehr gut und effizient aufgestellt sein“, erklärte Dr. Wattad. Bei der Ausstattung des Labors wurden keine Kompromisse gemacht: „Für mich war klar: Wir wollen für unsere Patientinnen und Patienten nur das Beste. Mit dem neuen Equipment sind wir bestmöglich aufgestellt.“
Anja Bürger, Leitende MT-L Zentrallabor, ergänzte: „Wir arbeiten hier jetzt mit modernster Labortechnik und können dank dem Einsatz KI-gestützter Analysesysteme Proben nicht nur schneller, sondern auch mit noch höherer Genauigkeit auswerten.“
Parallel zur Zentralisierung in Hüsten wurde am St. Walburga-Krankenhaus in Meschede massiv in die patientennahe Sofortdiagnostik investiert. Seit Herbst 2025 ist dort in den Räumen der Notaufnahme ein neues POCT-Labor (Point-of-Care-Testing) in Betrieb. Dieses
System ermöglicht es, 23 lebenswichtige Laborwerte innerhalb von nur 5 bis 15 Minuten direkt vor Ort zu bestimmen. Das ermöglicht Ärztinnen und Ärzten rasche diagnostische und therapeutische Entscheidungen insbesondere in der Notfallversorgung.
„Ein medizinisches Labor im laufenden Betrieb umzubauen, ist eine enorme Herausforderung“, resümierte Regionalgeschäftsführerin Sanja Popić. Dass dies gelang, sei vor allem dem außerordentlichen Einsatz der Mitarbeitenden zu verdanken. „Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie externen Partnern, die dieses Projekt mit großem Engagement, hoher Fachlichkeit und viel Teamgeist möglich gemacht haben“ so Popić.
Daniel Meiworm, Pfarrer und Leiter der Pfarrei St. Petri Hüsten, segnete die Menschen, die das Labor mit ihrem Engagement täglich tragen und erinnerte daran, dass hinter jedem Laborwert ein menschliches Schicksal steht: „Der Auftrag ist, von den Menschen für die Menschen zu wirken“.