25 Jahre Achatius-Haus: Mitten im Leben

, Achatius-Haus, Münster

Vom Pflegeangebot zum lebendigen Mittelpunkt des Quartiers.

Strahlender Sonnenschein, viele Begegnungen und eine spürbar herzliche Atmosphäre: Bei bestem Sommerwetter hat das Achatius-Haus sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Gemeinsam mit Bewohner*innen, Angehörigen, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und zahlreichen Gästen wurde die Jubiläumsfeier unter freiem Himmel begangen. Der feierliche Gottesdienst zum Auftakt wurde von Pfarrer Jürgen Streuer gemeinsam mit Pater Stanislaus Onyemere gestaltet und bildete einen stimmungsvollen Rahmen für den weiteren Festtag.

Seit der Eröffnung im Jahr 2001 hat sich das Achatius-Haus kontinuierlich weiterentwickelt. Aus einem modernen Pflegezentrum ist ein Ort der Begegnung geworden, der Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen begleitet und vielfältige Unterstützungsangebote unter einem Dach vereint: von stationärer Pflege über Tagespflege bis hin zu ambulanter Versorgung und Senioren- und Servicewohnen.

„Das Achatius-Haus war die erste stationäre Pflegeeinrichtung der Alexianer in Münster und hat für die weitere Entwicklung unseres Pflegeverbundes eine wichtige Impulsfunktion übernommen“, sagte Stephan Dransfeld, Verbundgeschäftsführer der Alexianer in Münster. „Viele Mitarbeitende haben hier ihre berufliche Laufbahn begonnen und ihr Handwerk gelernt. Bis heute ist das Haus ein wichtiger Motor für Innovation und Entwicklung.“

Die enge Verbindung zum Stadtteil gehört seit den Anfängen zum Selbstverständnis der Einrichtung. Zahlreiche Kooperationen, ehrenamtliches Engagement und Angebote wie der Wolbecker Mittagstreff haben dazu beigetragen, das Haus fest im Gemeinwesen zu verankern.

„Die besondere Nähe zum Ort hat das Achatius-Haus von Anfang an ausgezeichnet“, sagte Bernhard Sandbothe, Leiter der Stationären Außerklinischen Pflege der Alexianer, der die Einrichtung über viele Jahre als Einrichtungsleiter geprägt hat. „Aus einem Pflegeheim ist ein lebendiger Treffpunkt geworden, an dem Gemeinschaft gelebt wird. Heute ist das Haus aus Wolbeck nicht mehr wegzudenken.“

Auch die Pflege selbst hat sich in den vergangenen 25 Jahren stark verändert. Während zu Beginn noch handschriftlich dokumentiert wurde, unterstützen heute digitale Systeme die Mitarbeitenden im Alltag. Geblieben ist dabei der Anspruch, Menschen mit Respekt, Fürsorge und persönlicher Zuwendung zu begleiten.

Beim Jubiläumsfest sorgten nach dem Gottesdienst Grußworte von Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und den Alexianern sowie ein abwechslungsreiches musikalisches Programm für eine besondere Atmosphäre. Stefan Burkötter, erster Vorsitzender des Förderkreises, verwies auf die wichtige Rolle des Förderkreises, der das Leben im Achatius-Haus auf vielfältige Weise bereichert. Bezirksbürgermeister Peter Bensmann hob die Bedeutung einer Pflege hervor, die fest in unserer Gesellschaft verankert ist. Eine besondere Verbindung zum Haus wurde auch im Rahmen der Feier deutlich: Die Bewohnerin Helga Wiesmüller lebt seit 25 Jahren im Achatius-Haus und hat damit dessen Entwicklung von Beginn an miterlebt.

„Unser Haus lebt von den Menschen, die hier wohnen, arbeiten und sich engagieren“, betonte Einrichtungsleiter Donald Schönfeld. „Aktuell begleiten wir 66 Bewohnerinnen und Bewohner in der stationären Pflege, 51 Gäste in der Tagespflege sowie 104 Patientinnen und Patienten im ambulanten Dienst. Dafür setzen sich täglich 102 Mitarbeitende ein, unterstützt von 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Dieses starke Miteinander macht das Achatius-Haus seit 25 Jahren aus.“

Das Jubiläum stand damit ganz im Zeichen dessen, was das Achatius-Haus seit einem Vierteljahrhundert prägt: Menschlichkeit, Gemeinschaft und die feste Verwurzelung im Herzen Wolbecks. Oder, wie Bezirksbürgermeister Peter Bensmann in seiner Festansprache mit einem Augenzwinkern sagte, im „schönsten Vorort Münsters“.