‚Kinderbetreuung mit Zukunft: Kompetenzen ohne Grenzen‘- Förderung und Bindung von Fachkräften in Deutschland und den Niederlanden
Das Projekt wird im Rahmen einer kleinen Partnerschaft in der beruflichen Bildung und Ausbildung
zwischen ROCGilde Opleidingen in Roermond, Niederlande und den Alexianer ViaNobis Kindertagesstätten KinderReich entwickelt und umgesetzt.
Das Projektkonsortium traf sich zur operationalen Kick-off Veranstaltung im ViaNobis KinderReich Kaldenkirchen.
Die Partnerschaft zwischen ROCGilde Opleidingen und den ViaNobis Kindertagesstätten besteht bereits seit vielen Jahren und pflegen einen starken Austausch über die deutsch- niederländische Grenze hinweg.
„Es war naheliegend, dass wir uns zugunsten der niederländischen Studierenden sowie der deutschen Mitarbeitenden und Auszubildenden zusammen auf den Weg machten, ein Erasmus+-Projekt zu entwickeln.“ so Projektkoordinatorin Carolien Scheible-Koster.
Gemeinsam wurden die nächsten Schritte nach der Projektbewilligung geplant und strukturiert.
Stärkung der Fachkräfte: Neues Erasmus+ Projekt setzt auf Digitalisierung, Austausch und Entlastung
Region Limburg und Kreis Viersen – Mit einem zukunftsorientierten Projekt wird in der Kindertagesbetreuung ein wichtiger Schritt zur Fachkräftesicherung und -stärkung in unserer Grenzregion unternommen. Ziel ist es, Fachkräfte und Auszubildende langfristig zu unterstützen, zu entlasten und den Beruf attraktiver zu gestalten – auch über Ländergrenzen hinweg.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen vier zentrale Ziele: die Sicherung von Fachkräften, die Befähigung und Stärkung des pädagogischen Personals, der gezielte Einsatz von Digitalisierung zur Verbesserung von Ressourcen sowie die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.
Um diese Ziele zu erreichen, werden konkrete Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Sensibilisierung von Fachkräften und Auszubildenden, die Planung und Durchführung zweier Fachtage, die Entwicklung von E-Learning-Modulen sowie die Entlastung des pädagogischen Personals im Arbeitsalltag.
„Wir wollen Strukturen schaffen, die nachhaltig wirken und die Fachkräfte unmittelbar im Berufsalltag unterstützen“, erklärt eine der Projektkoordinatorinnen Christiane Inderhees. „Dabei geht es nicht nur um eine kurzfristige Entlastung, sondern um langfristige Kompetenzen und Perspektiven, sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Auszubildenden.“
Die Maßnahmen zielen auf niederschwellige und nachhaltige Ergebnisse ab. Fachkräfte und Studierende sollen befähigt werden, inklusive, vielfältige und chancengerechte Bildungsprozesse aktiv zu gestalten. Durch die neuen Lernformate und Austauschmöglichkeiten werden Problemlösungsfähigkeiten gestärkt, lösungsorientierte Handlungsansätze gefördert und Toolboxen für stressreduzierende Maßnahmen eingeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das Projekt möchte das Bewusstsein für den „360-Grad-Arbeitsmarkt“ über die Grenze hinweg schärfen und gleichzeitig Akzeptanz sowie Verständnis für Arbeitsmöglichkeiten im Nachbarland fördern. Praktika und Austauschprogramme sollen zusätzliche Lern- und Entwicklungschancen bieten.
Durch diese umfassenden Maßnahmen entsteht mithilfe Europäischer Fördermittel aus dem Erasmus+ Programm konform der Richtlinien der EU, ein starkes Fundament, um die pädagogische Arbeit in der Kindertagesbetreuung zu unterstützen, die Qualität zu sichern und den Beruf attraktiver zu machen – für die Fachkräfte von heute und morgen, auf beiden Seiten unserer Grenzregion.