Leitbild

Ein Leitbild für das tägliche Tun

Wir bieten unseren Mitarbeitenden Räume und Möglichkeiten sich immer wieder über die Bedeutung alexianischer Werte in allen Arbeitsprozessen zu verständigen.

Die Alexianerbrüder haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Not ihrer jeweiligen Gegenwart zu reagieren. In dieser Tradition steht auch die Stiftung der Alexianerbrüder, die seit 2013 als Träger der Einrichtungen und Dienste der Alexianer das Werk der Brüder weiterführt. Deshalb hat die Stiftung das Leitbild der Brüder übernommen.

CARITAS CHRISTI URGET NOS mit den Worten des Apostels Paulus aus dem Zweiten Korintherbrief wird der Beweggrund zum Ausdruck gebracht, der uns Alexianerbrüder seit rund 800 Jahren dazu motiviert, uns in der Nach­folge Jesu Christi dem Dienst an den Armen, Kranken und Sterbenden zu widmen: Die Liebe Christi drängt uns.

Das Evangelium Christi ist die Grundlage unseres Selbstverständnisses. Wir nehmen uns insbeson­dere des Schicksals derer an, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Mit unserem Dienst wollen wir die Menschenfreundlichkeit Gottes sichtbar machen. Wir wollen dazu beitragen, dass die christlichen Werte der Nächstenliebe und der Verantwortung füreinander eine konkrete Gestalt in der Gesellschaft erhalten. Mit unserem Werk sind wir Teil der katholischen Kirche und verwirklichen durch unser Engagement den kirchlichen Auftrag der Caritas. Uns ist es ein großes Anliegen, dass unser Charisma auch in Zukunft den Geist der Einrichtungen prägt.

Unser Unternehmen

Wir sind ein Unternehmen mit medizinischen, sozialen, pflegerischen und anderen Dienstleistungseinrichtun­gen. Wir entwickeln unsere Angebote ständig weiter und unterstützen nachdrücklich Innovationen. Der primäre Zweck unseres gemeinnützig geführten Unternehmens besteht in der bestmöglichen Versor­gung und Begleitung der sich uns anvertrauenden Menschen. Wir bestimmen die Qualität unserer Arbeit in besonderem Maße durch unsere Verpflichtung auf jene Werte, die im christlichen Menschenbild verankert sind, und fördern die ethische Reflexion. Als Alexianer-Gemeinschaft stehen wir loyal zur katholischen Kirche. Wir sind offen und tolerant gegenüber allen, die andere Hintergründe für die Orientierung an unseren Werten haben. Wir verpflichten uns, mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. Bei der Verteilung der Ressourcen orientieren wir uns am Unternehmenszweck unter Abwägung unterschied­licher Konzepte und Interessen.

 

Unsere Aufgaben und Ziele

Unsere Aufgabe ist es, Menschen, die Hilfe benötigen, zu beraten, zu behandeln, zu pflegen und zu begleiten und all jenen, die am Rande der Gesellschaft leben und ausgegrenzt werden, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Unsere Einrichtungen stehen allen Menschen ungeachtet ihrer sozialen Herkunft, Weltanschauung oder religiösen Überzeugung offen. Wir wollen den sich uns anvertrauenden Menschen mit Wertschätzung und Respekt begegnen. Wir achten ihre Würde und fördern ihre Autonomie, indem wir ihnen Hilfen zu einem selbstbestimmten Leben geben. Sie erfahren bei uns Fürsorge und achtsame Zuwendung.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Fähigkeiten und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis für die Verwirklichung unserer Ziele. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist Teil der Alexianer-Gemeinschaft und leistet ihren und seinen persönlichen Beitrag bei der Erfüllung unserer Aufgaben. Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und wechselseitiges Vertrauen sind die Basis der Zusammen­arbeit in unseren Einrichtungen. Hierzu gehört auch der offene und konstruktive Umgang mit Fehlern. Wir begegnen einander mit Wertschätzung, Respekt und Achtsamkeit. Wir fördern und unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der fachlichen Qualifizierung und persönlichen Weiterentwicklung. Wir geben ihnen die Möglichkeit, ihre Potenziale zur Entfaltung zu bringen, und fördern ihre Professionalität und Kreativität.

Im Notwendigen die Einheit, im Zweifel die Freiheit, in allem die Liebe.

Dem heiligen Augustinus von Hippo (354–430) zugeschrieben,
vermutlich von Markantun de Dominis (1560–1624).

Die Ordensbrüder

Seit rund 800 Jahren wirkt die katholische Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder als Pflegegemeinschaft für Bedürftige. Aus unabhängigen Gruppen (Begarden) entstand im Spätmittelalter eine organisierte Gemeinschaft, zunächst in Aachen, Köln, Neuss und Antwerpen. Patron der Brüdergemeinschaft ist der heilige Alexius. Bald bürgerte sich der Name „Alexianer“ ein. Seit dem 17. Jahrhundert konzentrieren sich die Brüder besonders auf den Schutz und die Betreuung von Geisteskranken. Heute sind die Alexianer in mehreren Ländern auf der Welt tätig. Sie betreiben moderne Einrichtungen des Gesundheitswesens: Fachkrankenhäuser für Psychiatrie, Wohnangebote und Werkstätten für behinderte und chronisch psychisch kranke Menschen, Allgemeinkranken­häuser, Tageskliniken, Altenheime, Hospize, Tages­pflegeeinrichtungen und Beratungsstellen.

Das Wappen

Die Liebe zum Nächsten ist die Aufgabe jedes Christen. Deshalb haben die Alexianerbrüder den Pelikan in ihr Wappen aufgenommen. Die beiden Spaten erinnern an das frühere Wirken der Brüder bei der Bestattung der Toten. Der fliegende Rabe mit dem Brotlaib in seinem Schnabel versinnbildlicht die Versorgung der Mittellosen, die die Alexianer durch Jahrhunderte praktiziert haben. In Verbindung mit dem Kreuz als Zeichen des Heils, das über dem Wappen emporragt, veranschaulichen Pelikan, Rabe und Spaten das Wort des Apostels Paulus: ,,Caritas Christi urget nos - die Liebe Christi drängt uns". Wie Christus uns geliebt hat, so sollen auch wir einander lieben.

Nächstenliebe und Verantwortung

Wir fühlen uns den christlichen Werten verpflichtet. Sie bilden die Grundlage unseres Handelns in allen Einrichtungen und Diensten.
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Der Pelikan

Pelikane füttern ihre Jungen, indem sie den Schnabel auf die Brust stemmen und Fische aus dem Kehlsack hervorwürgen. Zudem zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten. So sind bei den Rosapelikanen die Aufzucht der Jungen und die Jagd Gemeinschaftsaufgaben. 

Symbol christlicher Nächstenliebe

Der Physiologus, eine frühchristliche Sammlung naturkundlicher Geschichten, berichtet von der von der großen Liebe, die der Pelikan zu seinen Kindern pflegt, und von der großen Trauer über deren Tod. Der Erzählung zufolge durchstößt ein Elternteil nach drei Tagen seinen Brustkorb, benetzt die toten Jungen mit seinem Blut und erweckt sie damit wieder zum Leben. Die christliche Tradition deutet den Pelikan daher als Sinnbild für Christus, der die tote Menschheit durch seine liebende Hingabe am Kreuz zum ewigen Leben in Gott erweckt. Als Symbol für Christus und den Einsatz für die Gemeinschaft ist der Pelikan ein häufig verwendetes Motiv in der Kunst. Er findet sich auf sakralen Gegenständen wie Hostienkelchen und Altären ebenso wie auf den Wappen von Staaten und anderen Einrichtungen des Gemeinwesens. Ein Pelikan ziert etwa das Wappen von Barbados, der Braunpelikan ist der Wappenvogel des US-Bundes­staates Louisiana. Dabei unterscheidet sich die Dar­stellung vom tatsächlichen Pelikan häufig durch einen kürzeren und spitzeren Schnabel sowie ein gelbes oder grünes Gefieder.

 


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