Beratungsstelle 360 Grad

Dumme Fragen gibt es nicht

Die Beratungsstellen „360 Grad“ informieren in vier Städten über das breite Angebot der Alexianer.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Alexianer-Beratungsstellen „360 Grad“ haben nicht nur für Menschen ein offenes Ohr, die Hilfe suchen, sondern auch für alle, die auf der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sind.

Eine Einrichtung wie diese könnte man sich auch auf dem Alexianer-Campus in Amelsbüren vorstellen. Die Beratungsstelle „360 Grad“, die Hilfesuchenden und Angehörigen das gesamte Angebot der Alexianer in Münster erläutert, soll aber so unkompliziert wie möglich erreichbar sein. Sie soll den ersten Schritt in Richtung Beratung erleichtern, der bei sensiblen Themen wie Alter und psychischen Krankheiten schwer genug ist. „360 Grad“ befindet sich deshalb seit der Eröffnung 2018 direkt am Hauptbahnhof von Münster, in einem kleinen Büro mit Tür zur Straße.

Die Einrichtung ist schlicht und einladend: einige Sessel, ein Schreibtisch, im hinteren Teil ein Raum für vertrauliche Gespräche. An den Wänden Bilder von Alexianer-Künstlern, am Empfang eine frische Blume. Mehr braucht es nicht. Was zählt, ist das Wissen und die offene Haltung der Beraterinnen und Berater, die sich um die Belange jener Menschen kümmern, die anrufen oder durch die Tür treten und um Rat bitten. „Viele in Münster kennen zwar die Alexianer“, sagen die Beraterinnen Anke Hagemann und Julia Günther, „und wenn sie Hilfe brauchen, bekommen sie auch von Ärztinnen oder Freunden den Ratschlag zu hören: Geh doch mal dorthin.“ Aber wie genau die Alexianer helfen können, das weiß man häufig dann doch nicht. Katharina Hermanns, die heutige Leiterin, erkannte diesen Bedarf vor einigen Jahren und stieß die Gründung an.

„Meine Frau hatte einen Schlaganfall. Bislang kamen wir damit im Alltag zurecht, aber jetzt geht das nicht mehr.“ Was tun? „Meine Tochter isst immer weniger, und wir wissen nicht weiter.“ Wer hilft? „Mein Vater ist dement und wir bekommen das nicht mehr hin.“ „Mein Mann nimmt seine Medikamente nicht mehr, was mach ich denn jetzt?“ „Unser behinderter Sohn braucht eine Werkstatt, in der er arbeiten kann.“ „Wie beantrage ich finanzielle Hilfen vom Amt?“ Solche Fragen sind es, die den Beraterinnen und Beratern begegnen.

„Oft genug ist es dabei eben so“, sagt Anke Hagemann, „dass die Angehörigen eines kranken oder alten Menschen bei uns zum ersten Mal über ihre Sorgen reden.“ Sie wollen noch nicht mit einer Ärztin oder einem Amtsmitarbeiter sprechen, der ihre Nöte womöglich sofort in einer Akte notiert. Sie tasten sich vorsichtig an das Thema heran, brechen manchmal gar in Tränen aus. „Und dann versuchen wir gemeinsam erst einmal in einem vertraulichen Gespräch zu erfassen, worum es geht, helfen bei der Bestimmung des Problems und zeigen den nächsten Schritt auf.“

Schon deshalb verwenden die Alexianer für die Mitarbeitenden der Beratungsstelle 360 Grad die Bezeichnung „Lotsen“. Nach dem Besuch ist meistens klar, an wen sich die Ratsuchenden nun wenden sollten, und wenn nicht, klären die „Lotsen“ das bei einem zweiten Besuch: „Ein Teil unserer Arbeit besteht im Abbau von Ängsten“, sagt Julian Rohlfing, der neben der Beratung auch im Sozialdienst einer Wohneinrichtung tätig ist.

Häufig gefragt...

Welche Einrichtung ist für mich die richtige? Wer kann mir bei meinem persönlichen Problem weiterhelfen? Was muss ich tun, um an dieser Maßnahme teilzunehmen?
Hier finden Sie alle Informationen zu unserer Beratungsstelle.

360 Grad informiert auch über Ausbildungsplätze und Jobs

360 Grad ist auch der richtige Ansprechpartner für junge Menschen, die sich über Ausbildungsberufe bei den Alexianern informieren wollen, oder für erfahrene Mitarbeitende aus Gesundheitsberufen, die nach Stellen in der Alexianer-Welt suchen. Sogar Jugend- und Sozialämter rufen mit Fragen zu Heimplätzen oder Werkstätten an.

Selbst Alexianer-Mitarbeitende, die nach Einrichtungen suchen, die ihren Patientinnen und Patienten weiterhelfen könnten, kontaktieren das Büro regelmäßig. Die „Lotsen“ haben zu Beginn ihrer Tätigkeit in den verschiedenen Alexianer-Einrichtungen der Region hospitiert, sie sind gut vernetzt und werden auf dem Laufenden gehalten.

Sie haben den Überblick, den man in einem schnell wachsenden Unternehmen braucht. „Natürlich klappt das nicht immer“, sagt Anke Hagemann. „Nicht alle Mitarbeitende haben im Kopf, dass sie uns Bescheid geben sollten, wenn sich wichtige Änderungen ergeben. Wir beraten so gut, wie wir informiert sind.“ Aber das sind Abläufe, die immer selbstverständlicher werden.

Beratungsstellen gibt es mittlerweile auch bei den Alexianern in Köln, Aachen und Krefeld. Auch dort gilt, was Sozialarbeiterin Julia Günther über den Alltag der Beraterinnen und Berater in Münster sagt: „Jeder Tag ist eine Wundertüte. Das macht unseren Job aus. Wir wissen vorher nicht, welche Anliegen auf uns zukommen. Wir müssen uns schnell von einem Menschen auf den nächsten einstellen. Aber wir bemühen uns, jedem eine Perspektive aufzuzeigen.“

Sprechen Sie uns an!

Wir informieren sachkundig, beraten professionell und haben ein offenes Ohr.

Alexianer 360 Grad

Bahnhofstraße 5
48143 Münster

 (0251) 5202-​20360


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