Der Heilige Alexius

 

Um 1480 tauchte erstmal der Name "Alexianer" auf, benannt nach dem Heiligen Alexius. Im Spätmittelalter war Alexius wegen seiner Liebe zu Gott und den Ärmsten der Gesellschaft einer der populärsten Heiligen. Wohl deshalb wählten ihn die Alexianer zu ihrem Namenspatron.

 

Alexius lebte der Legende nach im 4./5. Jahrhundert und war Sohn des römischen Senatorenehepaares Euphemius und Aglaia. Sein Vater war ein barmherziger Mann und ließ regelmäßig Tische für Arme und Obdachlose herrichten.

Sein Wunsch war es, dass Alexius eine Frau von vornehmer Herkunft heiraten sollte. Er tat es. Doch in der Hochzeitsnacht verließ er sie mit Ihrem Einverständnis und gab ihr den Ehering zurück.

Sein Weg führte nach Edessa, dem heutigen Urfa in der Türkei, wo er als Asket lebte und von seinen erbettelten Gaben sämtliche Arme speiste.

Der Legende nach kehrte er nach Rom zurück - sein Vater erkannte ihn nicht, nahm ihn aber mildtätig in sein Haus auf. Dort lebte er mehrere Jahre unter einer Treppe. Von einigen Leuten soll er demütigend mit Spülwasser übergossen worden sein.

Sterbend gab er sich schließlich durch ein Schreiben zu erkennen. Seine Eltern, Angestellte und viele andere Bürger waren bestürzt.